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Am 21. März ist jährlich der Welt-Down-Syndrom-Tag.
An diesem Tag werden Menschen mit dieser genetischen
Besonderheit gefeiert, aber auch die Vielfältigkeit
aller in den Blick genommen.
An der Auenwaldschule in Böklund wird er seit einigen
Jahren zum Anlass genommen, über das Down Syndrom und
auch Behinderungen im Allgemeinen aufzuklären, Hürden
im Umgang miteinander abzubauen und die Inklusion zu
fördern. Es ist normal verschieden zu sein!
Im Jahr 2026 fällt der Welt-Down-Syndrom-Tag auf
einen Samstag. In vielen Klassen der Grundschule wurde
daher in diesem Jahr am Freitag davor über das
Thema gesprochen, in einigen Klassen auch kindgerechte
Filme gezeigt oder anhand von Bilderbüchern oder
praktischen Aufgaben der Umgang miteinander und das
Dazugehören aller zur Gesellschaft geschult.
In der 2b haben die Kinder zunächst im Textilunterricht
über den Welt-Down-Syndrom-Tag gesprochen und einen
Filmausschnitt angeschaut.
Es wurden dann zum aktuellen Unterrichtsthema passend
Socken gewebt. Bunte Socken spielen nämlich am
21. März eine besondere Rolle: aneinander gelegt
sehen sie ein wenig aus wie ein Chromosom (davon haben
Menschen mit dem Down Syndrom ja eines mehr ‒
das 21. Chromosom ist 3x vorhanden; das erklärt
auch, weshalb wir den Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März
feiern) und das Tragen bunter, möglichst verschiedener
Socken spiegelt die Einzigartigkeit eines jeden Menschen
auf fröhliche Weise wieder.
Mit der Klassenlehrkraft haben die Seehunde dann das
Buch „WIR alle“ von Daniela Kunkel über
die Woche verteilt in Abschnitten gelesen und dabei
zum Beispiel über Gemeinsamkeiten und Unterschiede
aller Menschen, Gefühle, das Zuhause-Fühlen,
Verbindungen zwischen Menschen, Träume und Vorurteile
gesprochen.
Am Freitag wurden dann im Sitzkreis viele Gegenstände
betrachtet, die Menschen mit verschiedenen Einschränkungen
helfen können: Brille, Hörgeräte, Schuheinlagen,
Orthesen, Spezialschuhe, Symbolkarten, Talker, Puppe,
Spezialnahrung, Windel, große Spielsachen.
Es stellte sich schnell die Frage, was denn eine Behinderung
überhaupt ist und es zeigte sich, dass man je nach
Definition unterschiedliche Menschen darunter zusammenfassen
kann. Jede und jeder bringt seine Stärken und Schwächen
mit, diese können sich manchmal im Laufe des Lebens
auch verändern. Manches lässt sich nicht verändern
und ein Hilfsmittel, welcher Art auch immer, wird nötig.
Die Kinder der 2b waren beeindruckt was es alles gibt
und kannten einige Dinge auch von sich selbst, den Geschwistern,
Großeltern oder aus dem weiteren Umfeld. Auch
wurde besprochen, was die Kinder von der Bezeichnung
„behindert“ als Schimpfwort halten, wie
man es manchmal hören kann.
Schnell war klar: Das geht gar nicht! Im Vergleich
mit einem altersgleichen Kind mit dem Down Syndrom stellte
die 2b fest, dass sie sich in einigen Dingen schon von
ihm unterscheiden ‒ aber dass es auch viele Gemeinsamkeiten
gibt!
Nach einem kurzen kindgerechten Erklärvideo zum
Down Syndrom wurden dann noch Papiersocken bunt angemalt
und einige Gebärden der GUK (Gebärdenunterstütze
Kommunikation) eingeübt, die in einem Buch über
das Down Syndrom abgebildet waren.
Das hat großen Spaß gemacht!
FR
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