Anschrift Auenwaldschule

 
Lernsommer im Auenwald

29.06. - 03.07.2020
 

Seit Montag sind Sommerferien. Eigentlich ist das eine Zeit, in der in der Verwaltung und den Schulleitungsbüros noch sehr geschäftig gearbeitet wird – die Klassenräume aber verwaist und leer sind.

Betritt man aktuell das Schulgebäude der Auenwaldschule, ergibt sich ein ganz anderes Bild. Schon beim Blick in die Aula sieht man interessante Apparaturen: Dort hängen Pendel, schweben Luftballons und rollen Murmeln auf verschieden geformten Bahnen ins Ziel.

Fußgetrappel ist im Flur zu hören. Eine Lerngruppe geht fröhlich lachend in die Pause – eine andere Gruppe rechnet spannende Mathematikaufgaben, bis die Köpfe rauchen.

Und das in den Ferien? Ob die Auenwaldschule den Ferienbeginn verpasst hat?

Unsere Schule folgte dem Ruf des Ministeriums, in den Sommerferien einen Lernsommer für die Schülerinnen und Schüler unserer Schule anzubieten. Es fanden sich Kolleginnen, die freiwillig auf ihre unterrichtsfreie Zeit verzichten und für die Kinder der Klassenstufen 1 – 4 Angebote in Deutsch, Mathematik und Englisch unterbreiten.

Auch der Fachbereich Sachunterricht ist über ein ganz besonderes Angebot, der Miniphänomenta, vertreten. Abgerundet wird das Angebot durch einen erlebnispädagogischen Ansatz, den die Schulsozialarbeit vorbereitet hat.

Beim Blick in die einzelnen Räume zeigte sich ein buntes Bild. In einer ersten Klasse stand Schriftspracherwerb auf dem Wochenplan. Es arbeiteten Kinder aus der Eingangsstufe gemeinsam an den Tücken der Buchstaben, Laute und Synthese. Es wurde viel gelacht, gelobt und man sah auf den ersten Blick: Hier wird wirklich etwas bewegt! Als dann die begleitende Lehrkraft auch noch Tablets auspackte und ganz besondere Aufgaben zur Verfügung stellte, war es um die Kinder geschehen: Jetzt wurde mit gleich noch einmal so großem Engagement gelesen.

In den zweiten Klassen fand das Mathematik-Angebot statt. Auch, wenn hier Kinder von Klasse 1 bis Klasse 4 sitzen, gelingt es der Mathematiklehrkraft ganz selbstverständlich, die kleinen Unterschiede im Rechnen in den Klassenstufen aufzuzeigen – und schon rechnen auch die jüngeren Kinder mutig mit größeren Zahlen. Auch hier wird viel gelacht – und viel gerechnet. Natürlich erfreuten sich die Mathe-Spiele, die man vielleicht sonst nicht so oft im Unterricht ausreichend ausprobieren kann, besonderer Beliebtheit.

Im Sprachenraum war die Konzentration greifbar. Am ersten Tag des Lernsommers wurde ein sommerlicher Sprachschatz erarbeitet: Es ging um Sandspielzeug, Sonnenschirme und Eiscreme. Kurz darauf waren die Kinder auf einer selbstentwickelten Schatzsuche (treasure hunt) unterwegs und ergatterten allesamt die Schatztruhe, die mit Muscheln gefüllt war.

Am Dienstag ging es dann vom Strand auf ein Schnorchelabenteuer und es wurden die Namen der verschiedenen Unterwasser-Tiere gelernt, bevor mit Tablets probiert wurde, wie ein kurzer Stop-Motion-Film erstellt wird: Unzählige Einzelfotos verschmelzen zu einem richtigen Film, der dann wahlweise mit Sprechblasen oder eingesprochenen Texten arbeiten wird und zwar „in English, please!“

Im Rahmen der ersten Lernsommerwoche entstanden übrigens fünf beeindruckende Stop-Motion-Filme. Die begleitende Lehrkraft konnte sich vollständig aus der Anleitung zurückziehen, so sehr sprudelten die Ideen der Kinder. Den Filmen sind die Detailverliebtheit und die atemberaubenden Ideen der Kinder deutlich anzusehen. Ein mehrfaches Anschauen lohnt sich unbedingt! Die Filme sind an anderer Stelle der Hompage eingestellt.

Noch eine kleine Anmerkung: Als eigentlich der Inhalt des Englisch-Angebots abschließend behandelt worden war, kamen die Kinder auf den Gedanken, doch auch einmal Playmobil-Figuren in einem Stop-Motion-Film zum Leben zu erwecken. Leider wurde dieser Film dann nicht mehr fertig. Er wurde aber im Schulleitungsbüro präsentiert und traf hier auf uneingeschränkte Begeisterung.

„Oma Paloma“ stand auf dem Wochenplan der Lesekinder – und sie ist sicherlich eine Oma, die sich jedes Kind wünschen würde. Oma Paloma hat wilde, rote Locken und lackierte Fingernägel. Sie kann sogar Kunststücke auf Inlineskates vorführen und hat noch viele andere tolle Ideen.

Eine Lektüre in einer kleinen Gruppe zu lesen, darüber zu sprechen und dazu zu arbeiten ist schon ein ganz besonderes Sommervorhaben. So wurde das Textverständnis unterstützt, indem die Geschichte beispielsweise durch Standbilder, Rollenspiele und Stabpuppentheater aufgearbeitet wurde. Als besonderes Erlebnis wurden am Freitag noch Briefe an die Autorin verfasst, in denen die Kinder ihre Erfahrungen mit dem Buch verbalisieren werden. Wer weiß…vielleicht bekommen die Kinder ja auch eine Antwort?

Nach Abschluss dieser Woche wurde in der „Lesegruppe“ noch einmal reflektiert und die betreuende Lehrkraft erhielt eine ausnahmslos positive Rückmeldung. Es fielen Sätze wie: „Ich hatte total viel Spaß!“, „Die Aufgaben waren genau richtig und ich konnte sie gut bearbeiten.“ Oder auch anerkennende Worte wie „Ich bin beeindruckt, wie gut du das Buch ausgewählt und die Materialien vorbereitet hast.“ Alle Kinder konnten Erfolgserlebnisse verzeichnen und so hatte auch die begleitende Lehrkraft das Gefühl, gestärkt und zufrieden in die Ferien zu starten.

In der Aula klackerte derweil der eine oder andere Versuchsaufbau. Warum schwebt ein Luftballon über einem Luftstrom in der Luft und fliegt nicht einfach davon? Welche Formen und Muster zeichnet ein Pendel in feinen Sand und warum verschwindet ein Kreuz auf einer weißen Fläche, wenn man sich ein Auge zuhält und langsam an die Fläche herantritt? Warum klingen Regenfallrohre, die mit Flipflops gespielt werden, unterschiedlich hoch?

Fragen über Fragen – auf die man aber so manches Mal auch Antworten finden kann, wenn man nur richtig darüber nachdenkt. Eine Heulscheibe selbst zu bauen, ist natürlich dann noch ein besonderes Erlebnis und ein physikalisches Experiment zum Mitnehmen. Gerade in einer sommerferienbedingt ruhigen Schule konnte man die Stimmungslage in der Miniphänomenta aufgrund der Geräuschentwicklung sehr gut beurteilen: Es wurde laut gelacht und die einzelnen Versuchsaufbauten wurde unter den Kindern gegenseitig erklärt.

Im Schulwald – oder wenn das Wetter es nicht anders zulässt in der Sporthalle – fand das erlebnispädagogische Angebot statt. Es waren Aufgaben in der Natur zu lösen und so mancher kleine Auenwaldler stellte fest, dass nicht alle Bauaufgaben im Wald leicht umzusetzen sind.

In der Halle wurde dann, als der Regen draußen sturzbachartig niederrauschte, gemütlich ein Tennisball-Minigolf-Parcours bezwungen. Die gute Stimmung war an allen Tagen greifbar – und ganz sicher haben die Kinder wenig das Gefühl, auch in den Ferien in die Schule zu müssen.

Am Ende dieser ersten Ferienwoche beginnen dann auch für die Auenwaldler die Sommerferien, die wir dann eine Woche früher beenden werden, wenn die zweite Woche Lernsommer beginnt.

DJ

 

 

Interner Link

Strandabenteuer (Stop-Motion-Filme)
- The Beach
- Under the Sea
- Under the Sea (Treasure)
- The Treasure Hunt
- A Treasure in the Forest

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Aktualisierung am:
06.07.2020
 
(Alle Angaben ohne Gewähr)


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